Datenspeicherung

Computer und andere elektronische Geräte benötigen Datenspeicher (Random-Access Memory, auf deutsch Direktzugriffsspeicher, abgekürzt RAM).

Gestalt eines SD-RAM Bausteins zum Einstecken in einen dafür vorgesehenen Slot auf dem Mainboard eines PCs

Zu unterscheiden sind digitale Bausteine für eine nicht flüchtige Datenspeicherung ohne Erhaltungsenergie von solchen, deren Daten sich beim Unterbrechen der Stromzufuhr verflüchtigen.

Nicht flüchtiges RAM dient zur Ablage, Verwaltung und Sicherung von System- und Nutzerdaten, die auch nach einem Neustart des Geräts noch vorhanden sein müssen.

Flüchtiges RAM wird benötigt, um Daten nur zeitweilig abzulegen. Spätestens bei einem Neustart des Geräts sind sie verschwunden.

Smartphone und Tablet

Bei einer Auflistung technischer Details von Smartphones wird unterschieden zwischen Arbeits- und Gerätespeicher. Der Arbeitsspeicher ist meist auf 2 – 8 Gbyte beschränkt, was sich daraus erklärt, dass er ausschließlich dem Betriebssystem dienen muss. Demgegenüber ist der Gerätespeicher überwiegend auf den/die Nutzer*in zugeschnitten und fällt mit 32 – 256 Gbyte deutlich größer aus. Das hängt mit dem erwarteten Käufer*innenverhalten zusammen, nämlich viel Speicherplatz beispielsweise für Fotos und Videos zur Verfügung zu haben. Sollte nach dem Kauf weiterer Bedarf entstehen, kann der Speicherplatz bei vielen Smartphones mithilfe von Speicherkarten (Mikro-SD) erweitert werden.

Für Tablets gilt Vergleichbares, wobei hier auch Begriffe wie „Festplatte“ oder „interner Speicher“ in Entsprechung zum Gerätespeicher gebräuchlich sind.

Ein-Platinen-Computer

Ein-Platinen-Computer verfügen nur über wenig RAM. Bei einem Raspberry Pi können 1 bis 4 GByte verbaut sein. Ersteres reicht zum Ausführen des Betriebssystems, letzteres auch für zusätzlich zu installierende anspruchsvolle Programme.

Das Betriebssystem selbst wird extern von einer Mikro-SD-Karte gestartet wid. Größere Datenmengen müssen über USB auf externen Datenträgern gespeichert werden.

Andere Computer

Bei den übrigen Computern wird meist zwischen Arbeitspeicher und Festplatten unterschieden.

Für den Arbeitsspeicher kommen seit Ende der 1990er Jahre SDRAM-Bausteine zum Einsatz, deren Transferraten im Laufe der Zeit von DDR über DDR2 bis hin zu DDR5 SDRAM (Double Data Rate Five SDRAM) immer weiter verdoppelt wurden. Aktuell sind das bei DDR5 SDRAM über 52 GByte/s, dem doppelten von DDR4 SDRAM (26 GByte/s).

Die Speicherkapazität ist parallel dazu auch vermehrt worden bis hin zu 128 GByte.

Bei der Festplatte kann es sich um Speichermedien mit rotierender Scheibe und Lese-Schreibköpfen handeln, meist aber um Solid State Discs (SSD) mit Speicherkapazitäten bis hin zum zweistelligen Terabytebereich.

An solche Leistungsdaten reichen die am Anfang genannten Computer nicht heran. Das erscheint auch unnötig, weil solche Hochleistungskomponenten nur Sinn machen bei sehr aufwändig programmierten Anwendungen, wie beispielsweise Computerspielen mit anspruchsvoll animierter Grafik.

Bei Computern, die nur Office-Anwendungen genügen müssen, sind solche Komponenten fehl am Platze. Die dort gewünschte Performance lässt sich mit deutlich schmalbrüstigeren Bauteilen erzielen, was dem/der Anwender*in viel Geld ersparen kann.

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