Inkscape ist ein frei verfügbarer Editor für Vektor-Grafiken unter GNU/Linux, Windows und macOS. Es bietet eine reiche Auswahl an Werkzeugen für künstlerische und technische Illustrationen. Darüber hinaus kann man damit PDF-Dateien editieren, bearbeiten und speichern. Ein geniales Werkzeug, das Office-Anwendungen, Zeichenprogramme und PDF-Editoren in mannigfaltiger Weise ergänzt, wo diese nicht hinreichen.

Vektor-Grafiken ermöglichen scharfe Darstellungen mit unbegrenzter Auflösung und sind nicht an eine bestimmte Anzahl von Pixeln gebunden wie Rastergrafiken. Inkscape benutzt das standardisierte SVG-Format, das von vielen anderen Anwendungen unterstützt wird einschließlich WEB-Browsern.

Natürlich verfügt Inkscape auch über Funktionen herkömmlicher Textverarbeitungen. Anders als bei diesen üblich findet sich beim Öffnen einer neuen Seite kein blinkender Textcursor, sondern das Programm wartet darauf, dass die Anwender*innen durch Auswahl eines Werkzeugs festlegen (im Programm am linken Rand des Desktops, hier links und rechts neben dem Text abgebildet), was als erstes geschehen soll.

Wer also beispielsweise das „A“ auf der Werkzeugleiste anwählt, generiert mit einem Klick auf die leere Seite einen linearen Cursor, der das Eingeben von Text ermöglicht. Anders als bei Textverarbeitungen üblich, wird der dann nicht am Anfang der Seite ausgegeben, sondern an der angeklickten Stelle. Die so erzeugten Texte lassen sich frei über die Seite bewegen und an beliebigen Stellen platzieren. Zum Formatieren werden in der Kopfzeile des Programms die von Textverarbeitungen gewohnten Werkzeuge vorgehalten.

Inkscape Desktop mit der Option „Textobjekte erstellen und bearbeiten“

Die Menüs in der Kopfzeile des Desktops ändern sich je nach angewähltem Werkzeug.

Inkscape Desktop mit der Option „Objekte auswählen und verändern“. Das Grafikobjekt kann bewegt, aber auch in Rictung der Pfeile verzerrt werden.

Die Arbeit mit den komplexen Werkzeugen will gelernt sein. Wer sich die Zeit nehmen will, gestalterische Möglichkeiten von Inkscape kennenzulernen, dem seien die Beispieldateien empfohlen, die in einem gezipppten Ordner zusammengestellt sind. Ein <Klick> löst den Download aus.

  • Anziehpuppe: Eine Figur mit Kleidungsstücken bedecken und letztere einfärben
  • Collage: Grafikteile zu Logos zusammensetzen und so deren versteckten Botschaften erkennen
  • Malen: Eine einfache Figur aus Formen zusammensetzten und farbig ausgestalten
  • Marten: Ein Bild nach Zahlen erstellen und einfärben
  • Maus-1 und Maus-2: Übungen zum Umgang mit Maus oder Touchpad
  • Schulausr-bit: Texte und Grafiken nach einer Vorlage selbst erstellen
  • Schulausrüstung: Anleitung zum Layouten von Text- und Grafikkomponenten
  • Sudoku: Zahlen erstellen und nach den Sudoku-Regeln in passende Kästchen verschieben
  • Text: Textzeilen umformatieren und neu platzieren

Um die mit *.svg-Dateien öffnen zu können, wird Inkscape benötigt. Unter Windows ist die Installation selbsterklärend. Das dazu nötige Programm findet sich hier. Wer die Einrichtung unter Linux durchführen will, findet in diesem Beitrag Hilfe.

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