Aufbau eines PCs

Der grundsätzliche Aufbau ist bei allen Computern weitgehend gleich, sodass das beigefügte Blockschaltbild als Muster verstanden werden kann.

Die in der folgenden Abbildung dargestellten Komponenten sind in einem Desktop-PC gut zugänglich. Wer also bei der Anschaffung damit liebäugelt, zu gegebener Zeit veraltete Teile gegen neuere und leistungsfähigere austauschen zu können, sollte einen solchen Computer erwerben.

Blockschaltbild der Hauptplatine eines typischen PCs

Die anderen Bauformen eignen sich wegen ihrer teils extrem kleinen Gehäuse und den darin verbauten Miniteilen wenig bis gar nicht für einen solcher Austausch.

Netzteil/Akku

PCs benötigen Strom zum Arbeiten, der von einem Netzteil oder Akku zur Verfügung gestellt werden muss. Sie versorgen sowohl das Mainboard (Hauptplatine) als auch daran angeschlossene Verbraucher.

Mainboard

Auf dem Mainboard sind alle für den Betrieb nötigen Komponenten verbaut. Sie können verlötet, eingespannt, aufgesteckt oder über Kabel angeschlossen sein. Das Mainboard ist maßgebend für die Leistung des Computers.

CPU

Die CPU oder „Central Processing Unit“ (auf deutsch „Hauptprozessor“) ist die zentrale Verarbeitungs- und Recheneinheit des Computers. Sie besteht aus vielen Millionen Transistoren auf kleinstem Raum.

Die nach außen geführten Anschlüsse der CPU dienen als Verbindung zum Mainboard und damit zu den andern Komponenten des Computers. Da die CPU sehr hohe Temperaturen entwickeln kann, wird sie meist mit einem Lüfter oder einer Wasserkühlung versehen.

Die meisten CPUs besitzen ein Bauteil, das grafische Berechnungen ausführen kann. Aufgrund seiner kompakten Bauform und den Verbund mit anderen CPU-Komponenten reicht es meist nicht an die Leistung einer externen Grafikkarte heran.

Jede CPU besitzt einen Cache. Er dient dem Zwischenspeichern von Daten zur schnellen Weiterverarbeitung.

Der Speichercontroller vermittelt zwischen Cache und Arbeitsspeicher. In letzterem werden alle Daten abgelegt, die nicht in den Cache passen.

BIOS/UEFI

Das „Basic Input Output System“ (BIOS) ist Software auf einem Chip des Mainboards. Sie wird beim Einschalten des Computers aktiviert und sorgt dafür, dass alle Hardware Komponenten mit dem Betriebssystem des Computers zusammenarbeiten.

Bei neuen Rechnern findet sich meist statt des BIOS ein „Unified Extensible Firmware Interface“ (UEFI), das zum BIOS vergleichbare, aber umfangreichere Funktionen mitbringt wie beispielsweise eine Maussteuerung oder eine umfänglichere Speicherverwaltung.

Chipsatz

Chipsätze unterstützen die CPU in bestimmten Funktionen. Sie dienen zur Verwaltung von Schnittstellen und zur Datenflusssteuerung.

Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher kann auch Systemspeicher genannt werden. Bei der Computernutzung dient er dem Zwischenspeichern von Daten, wenn der Cache des Prozessors dafür nicht ausreicht. Er besteht aus dynamischen RAM Bausteinen (DRAM), die über „Slots“ mit dem Motherboard verbunden sind. Von ihnen gibt es verschiedene Bauformen und Spezifikationen.

Speichermedien

Übliche Speichermedien sind die sogenannte Festplatten (Hard Drive Disk – HDD und Solid State Disk – SSD), die meist im Computergehäuse verborgen sind.

Zu den Speichermedien zählen aber auch externe Geräte wie USB-Stick und Speicherkarte zum Einstecken in dafür vorgesehene Computerschnittstellen.

Nicht mehr im Trend, aber als Speichermedien immer noch üblich, sind DVDs. Das sind kreisrunde Scheiben mit einem Durchmesser von 12 cm. Um sie nutzen zu können ist ein ein eigenes Laufwerk nötig, ein sogenannter CD/DVD-Player. Er verfügt über einen Schacht oder eine bewegliche Lade zur Aufnahme der Medien. Nach dem Einführen werden diese automatisch von einem Motor in Drehung versetzt. Mithilfe eines Laserstrahls können dann die Daten geschrieben oder gelesen werden.

Solche Laufwerke kommen heute fast nur noch als zusätzliche Hardware in den Handel und werden über eine externe Schnittstelle mit dem Computer verbunden.

Grafikkarte

Eine Grafikkarte ist eine Hardwareerweiterung, die einen eigenen Grafikprozessor (GPU) besitzt. Sie ist speziell auf komplexe grafische Berechnungen ausgelegt und stellt passende Schnittstellen für die Bildausgabe bereit.

PCI(e)

Über PCI- und PCIe-Slots können Erweiterungskarten in das BUS-System eingebunden werden. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Pins und damit in ihrer Größe, aber auch in ihrer Leistung und Funktion.

Folgekapitel (Das EVA-Prinzip) >>>